Westfleisch ändert die Autofom-Abrechnungsmaske


Auch die Westfleisch SHC ändert die Autofom-Abrechnungsmaske – und zwar ab 2.1.2018 für die freien Lieferanten und ab 15.1.2018 für die Vertragslieferanten. Die Ebermaske bleibt unverändert.

Wie bei Tönnies ist jetzt „oben“ bei 1.04 Indexpunkten pro kg SG Schluss.

Überraschend ändert Westfleisch die Schulterbewertung – von 1.7 Punkte auf 1.5 Punkte pro kg. Das ist insofern interessant, weil diese Änderung im Grunde keinen maßgeblichen Trend hin zu einem mageren oder fetten Schweine signalisiert.

Fettere Bäuche werden demnächst aber besser bezahlt – hier ändert sich die Bewertung bei MFA unter 50 % von 1 auf 1.1.Punkte. Auch Bäuche unter 12 kg werden mit zukünftig 1.1 statt mit 1.0 Punkten bewertet. Bäuche zwischen 50 und 54.9 % werden mit jetzt 1.25  Indexpunkten ebenfalls besser bezahlt.

In Anlehnung an Trends aus den Niederlanden wird der Gewichtskorridor erhöht: Das untere Optimalgewicht von 85 auf 83 kg; das obere von 105 kg Schlachtgewicht auf 107 kg Schlachtgewicht.

Davon darf man sich aber nicht so recht blenden lassen. Zwar werden deutlich zu leichte oder schwere Schweine etwas weniger abgestraft, über eine optimale Sortierung entscheiden unverändert die Schinken- und Lachsgewichte. Und die ändern sich nicht. In der Summe signalisieren die Änderungen  aber einen Trend weg vom extrem fleischreichen Schwein.

Die Maskenänderung wirkt sich je nach Qualität der Schweine  unterschiedlich aus.

Aber etwa 1 Indexpunkt dürfte demnächst auf den meisten Wiegeprotokollen fehlen – und natürlich bei der Abrechnung. Bei derzeitigen Basispreisen wären das gut 1.40 EUR pro Schwein.

Im Trend ähnlich sieht die Autofom-MFA-Maskenänderung aus; mit der Maske werden einige Lieferanten an der Schlachtstätte in Gelsenkirchen abgerechnet.

Betrübliches Fazit: Es sieht nach weniger Geld aus!